«Zwergenpalais» erhält den Umweltpreis 2009

                             Landeswettbewerb «Was wir heute säen - werden wir morgen ernten!» -
                             Kindertagesstätte erfolgreich 
                      VON MANFRED DEIDECK, 18.05.09, 18:27h, aktualisiert 18.05.09, 19:09h
                      
                             Leiterin Ina Franke und die Kinder beobachten die zahlreichen «Gäste»
                             am und im Insektenhotel. (FOTO: MAIK SCHUMANN)

 

 

                                   

ROSSLA/MZ. Die kommunale Kindertagesstätte "Zwergenpalais" in Roßla wird mit dem Umweltpreis 2009 in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Das bestätigte auf MZ-Anfrage die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz aus Magdeburg, die zu dem Landeswettbewerb aufgerufen hatte. Ziel war es, Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz generationsübergreifend zu fördern.

Im Ergebnis befand jetzt eine Jury, dass die Roßlaer ihre Sache sehr gut gemacht haben. Das "Zwergenpalias" gehört somit zu den sechs Preisträgern, die am 23. Juni in Magdeburg mit einem der Geldpreise und einer Urkunde geehrt werden. Der Wettbewerb lief unter dem Motto "Was wir heute säen - werden wir morgen ernten!" Mit zehn Projekten ging das "Zwergenpalais" aus Roßla ins Rennen. Diese Auszeichnung sei für die Kinder und die Mitarbeiterinnen die beste Bestätigung, auf einen guten Weg in Sachen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz zu sein, sagte Ina Franke, die Leiterin der kommunalen Tagesstätte.

Mit der Ausbildung von fünf Erzieherinnen zu Naturerzieherinnen wurden dafür wichtige Weichen gestellt, um sach- und fachgerecht den Kindern spielerisch die Umwelt zu erklären und erleben zu lassen. Doch die Leiterin der Kindereinrichtung sieht den Erfolg auch darin begründet, dass die Eltern, die Gemeinde und das Biosphärenreservat eine große Hilfe bei der Entwicklung einzelner Projekte, die weiter fortgeführt werden, waren und sind. Der Abschluss eines Patenschaftsvertrages mit der Verwaltung des Biosphärenreservats ist ein Beleg dafür. Von den "Patenonkels" lernten die Kinder beispielsweise den Bau von Futterstellen und Nistkästen, die unter anderem aus Milchkartons gefertigt wurden. Roßlas Nachwuchs ist aber auch regelmäßig auf Tour, um die Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden. Verbunden mit Bewegungsspielen lernen sie so auch die Lebensweise der einheimischen Tiere wie Igel, Störche, Frösche, Eichhörnchen, Füchse und Fledermäuse kennen.

Auch auf den Streuobstwiesen sind die Kinder aus dem "Zwergenpalais" sehr oft auf Entdeckungstour. Ein weiteres Projekt nennt sich "Tag des Wassers".                                                          (Quelle: MZ vom 19.05.09)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                      Grünes Licht für Sanierung der Außenfläche am «Zwergenpalais»

                             Bauvorhaben: Rund 60 000 Euro sollen dafür zur Verfügung gestellt werden

                             VON MANFRED DEIDECK, 16.10.08, 16:26h, aktualisiert 16.10.08, 20:12h 

                             

  

Nicht ungefährlich sind diese Stolperstellen auf der Freifläche der kommunalen Tagesstätte. (Foto: Manfred Deideck)
ROSSLA/MZ. Es ist eine gute Nachricht für alle Eltern, die ihre Sprösslinge in der kommunalen Kindertagesstätte "Zwergenpalais" in Roßla betreuen lassen. Der Gemeinderat hat nämlich am Dienstagabend dem Vorschlag des Bauausschusses zugestimmt, die Freifläche noch in diesem Jahr in Angriff zu nehmen und zu sanieren.

Die dafür notwendigen finanziellen Mittel werden aus dem Programm der Stadtsanierung zur Verfügung gestellt. Laut Aussage des Bürgermeisters Axel Heller (parteilos) befinden sich in dem Sanierungstopf derzeit noch insgesamt rund 160 000 Euro. Benötigt werden für das Vorhaben am Zwergenpalais in etwa 60 000 Euro. Heller beschrieb den Zustand der Außenspielfläche an der Tagesstätte mit den Worten: "Es sieht sehr böse aus." Auch den Eltern war das Spielgelände mit den kaputten Betonplatten und den zahlreichen Stolperstellen schon immer ein Dorn im Auge. Noch etwas ungläubig auf die Nachricht, dass nun endlich etwas getan werden soll, reagierte Melanie Grüber, Mutter einer vierjährigen Tochter. Sie sagte: "Ach ja, das ist ja super." Drei weitere Mütter, die ihre Kinder um die Mittagszeit abholten, pflichteten ihr bei. "Das Gelände müsste schon kinderfreundlicher sein", so ihr einhelliger Tenor.

Bürgermeister Heller gab aber auch bekannt, dass der Wendekreis hinter der Brücke im Bereich der Riethstraße, wo die Eltern beim Bringen und Abholen der Kinder immer drehen, noch in diesem Jahr gemacht werden soll. Dabei handelt es sich um eine Fläche von rund 150 Quadratmetern. Die Brücke, die den Mühlgraben überspannt, werde im nächsten Jahr in Angriff genommen, so Heller weiter. Der Holzbelag habe gerade mal zehn Jahre gehalten, erklärte er. Und: "Die Bohlen auf der Brücke weisen einen erheblichen Verschleiß auf." Deshalb soll jetzt von den Experten und den zuständigen Mitarbeitern im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Roßla-Südharz eine Lösung erarbeitet werden, die stabiler ist und länger hält.

Vorausschauend rechnete Bürgermeister Heller schon mal durch, welche finanziellen Mittel, nach Abzug der Ausgaben bei der Wendeschleife und Brücke, aus dem Programm der Stadtsanierung im nächsten Jahr der Gemeinde noch zur Verfügung stehen. Er kommt auf eine Summe von rund 200 000 Euro. Darin enthalten sind die 140 000 Euro, die die Gemeinde im nächsten Jahr noch einmal erhält.

Der Bauausschuss des Gemeinderates unterbreitete den Vorschlag, dieses Geld in die Ziegeleistraße, die im ausgewiesenen Stadtsanierungsgebiet liegt, zu stecken. Dort ist die Erneuerung des Bürgersteiges auf der ganzen Länge der Straße geplant. Schon seit Jahren sorgte der desolate Zustand des Fußweges für Ärger bei den Anliegern (die MZ berichtete). Wie Heller weiter erklärte, soll dem Charakter der Straße Rechnung getragen werden. Deshalb habe man vor, Altstadtpflaster einzusetzen. Dass die Entscheidung, die Ziegeleistraße zu sanieren, schon jetzt gefallen ist, ist begründet. Heller meinte, dass somit Zeit sei, das Vorhaben vorzubereiten, um 2009 gleich loslegen zu können.                         (Quelle: MZ 16.10.08)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                     Premiere für die «Karstwichtelhöhle» im Haus des
                     Biosphärenreservats 
                            Naturerzieher und Kinder weihen in Roßla neuen Beschäftigungsraum ein 
                            VON STEFFI ROHLAND, 10.12.08, 18:21h, aktualisiert 10.12.08, 20:06h  
                     Karstwichtelhöhle

                   

 

ROSSLA/MZ. 14 Mädchen und Jungen der Roßlaer Kindertagesstätte "Zwergenpalais" haben jetzt erstmals die "Karstwichtelhöhle" erobert. Der neu gestaltete Raum befindet sich im Verwaltungsgebäude des Biosphärenreservates "Karstlandschaft Südharz". Er entstand im Rahmen des Naturerzieherkurses, den Andreas Otto und Thomas Poreschko absolvierten.

Neben vielen Kindergärtnerinnen, die diese Ausbildung bereits abgeschlossen haben, sind die beiden Mitarbeiter der Verwaltung des Biosphärenreservates die ersten Naturerzieher in Sachsen-Anhalt. "Der Raum soll kindgerecht erste Kontakte zum Thema Umwelt schaffen und als Schlechtwettervariante bei der regelmäßigen Beschäftigung mit Kindern der Partnerkitas genutzt werden", sagte Andreas Otto. "Duftorgel, Fühlkasten und präparierte Tiere kennen viele bereits von den Informationsständen auf den Märkten oder bei unseren Einsätzen in Schulen und Kindergärten. Bei Nichtgebrauch wurden diese Materialien im Keller zwischengelagert. Da aber auch viele Kindergruppen in die Dauerausstellung kommen, haben wir uns gedacht, wir könnten einen Raum einrichten, in dem außerdem praktisch gearbeitet werden kann." Nun stehen hier für die Jüngsten Malblätter und Puzzle sowie Geschicklichkeitsspiele zur Verfügung. Außerdem findet man Informationen zu Tieren und Pflanzen und typischen Lebensräumen in der Karstlandschaft. Größere Kinder können unter Anleitung zum Beispiel Nistkästen bauen.

Der Raum, der immer jahreszeitgemäß ausgestattet werden soll, wurde von Präparator Töns Köbe aus Breitungen kunstvoll mit einer Landschaft ausgemalt. Holger Piegert, Leiter des Biosphärenreservates, nannte den Raum einen weiteren Meilenstein im Konzept der Öffentlichkeitsarbeit seiner Behörde. Damit sei wieder ein Punkt im Aktionsplan "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Sachsen-Anhalt erfüllt. Das Biosphärenreservat ist zusammen mit dem Partnerkindergarten in den Plan eingebunden.                                                          (Quelle: MZ vom 10.12.08)

Die Kinder hatten viel Spaß in der Karstwichtelhöhle. (FOTO: ROHLAND)