Schafe sterben bei Dacheinsturz

                           Großteil der Tiere überlebt Unglück im Stall - Ursache nur durch

                           Gutachten zu klären

                           VON FRANK SCHEDWILL, 18.03.09, 18:27h, aktualisiert 18.03.09, 22:51h

                           Eingestürzter Stall

 

 

 

 

ROSSLA/MZ. Beim Einsturz des Dachs einer als Stall genutzten Lagerhalle in Roßla sind weit weniger Schafe umgekommen als vermutet. War in ersten Meldungen von bis zu 700 toten Schafen und 250 Lämmern die Rede, relativierte die Polizei am Mittwoch diese Angaben. Demnach sind bei dem Unglück 15 ausgewachsene Tiere verendet. "Eine ganze Reihe weiterer wurde verletzt", sagt Ulrike Diener, die Sprecherin der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd in Halle.

Das Dach der 130 Meter langen und 30 Meter breiten Meter Halle, die seit Mitte der 70er Jahre u.a. als Düngemittellager diente, war am Dienstagabend gegen 17.30 Uhr aus noch unbekannter Ursache in sich zusammengefallen und hatte die Tiere unter sich begraben. Die Roßlaer Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften zu der Halle aus, die sich in einem Gewerbegebiet nahe des Bahnhofs befindet. Außerdem waren Mitarbeiter des Technischen Hilfswerk aus Sangerhausen vor Ort. Die Einsatzkräfte versuchten, die Tiere zu befreien und die Hallenwände soweit zu stabilisieren, dass sie nicht auch einstürzten.

Laut der Kreisverwaltung in Sangerhausen kann die Ursache des Vorfalls nur von einem Gutachter geklärt werden. "Da aber keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht, müsste dies vom Besitzer der Halle in Auftrag gegeben und auch bezahlt werden", sagte Babett Mitschka von der Pressestelle der Behörde. Das Kreis-Bauordnungsamt kündigte am Mittwoch weitere Kontrollen an, um Gefährdungen für die Allgemeinheit auch künftig auszuschließen. Bisher seien dem Besitzer der Halle keine Auflagen erteilt worden. Die Schafe, die den Einsturz überlebt hatten, wurden vorerst auf eine Weide gebracht. "Ein Ersatzstall für sie ist bereits gefunden worden", sagte Mitschka. Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes hätten sich außerdem davon überzeugt, dass die Tiere ordentlich untergebracht und versorgt seien.       (Quelle: MZ vom 19.03.2009)

Blick auf das eingestürzte Gebäude. (FOTO: STEFFI ROHLAND)