Erweiterung des Einkaufszentrums «Roßpassage» geplant

Investor und Eigentümer ist die A. Meier KG - Streit um Abriss-Objekt

von Manfred Deideck, 09.03.08, 18:25h, aktualisiert 09.03.08, 20:05h

 

 

 

Widersprüchliche Aussagen gibt es zum Wohnhaus, Hallesche Straße 70. In der Bürgerstunde fragte Bürgerin Sibylle Calame, sie ist die Nachbarin in der "71", nach, ob dem Gemeinderat bekannt sei, dass besagtes Haus abgerissen werden soll. Sie sprach sich energisch dagegen aus: "Man kann nicht einfach im Zentrum Erhaltenswertes platt machen." Ihr sei bekannt, dass der Eigentümer dies aber vorhabe, um Parkplätze für die "Passage" zu schaffen. Roßlas Bürgermeister Axel Heller erklärte: Ihm sei davon nichts bekannt. Es liege auch kein Antrag vor.                                                                                                                                                                                                     ( MZ vom 4.09.08)                                                                                          

Wird das Privatwohnhaus an der Halleschen Straße (Nr. 70) im Zuge der Erweiterung des Einkaufszentrums Roßpassage abgerissen? Es steht an der Zufahrt zur Passage. (MZ-Foto: Uwe Gellert)
Roßla/MZ. Mit der geplanten Erweiterung des
Einkaufszentrums "Roßpassage" in Roßla befasste sich der Gemeinderat am Dienstagabend auf seiner Sitzung im Bürgerhaus. Der Eigentümer der Einkaufspassage, die A. Meier KG, hat vor, die Verkaufsfläche zu vergrößern und die Einkaufspassage attraktiver zu gestalten. Daran ist vor allem auch die Handelseinrichtung E-neukauf interessiert, die bereits in dem Objekt ist.

Hartmut Meißner vom Stadtplanungsbüro Nordhausen erläuterte den Gemeinderäten, dass auf der Gesamtfläche des Bebauungsplanes 6 ein Sondergebiet in der Größe von rund 11 700 Quadratmetern (für großflächige Ansiedlung von Einzelhandel) und weitere 15 800 Quadratmeter als Mischgebiet (Wohnen und nicht störendes Gewerbe) ausgewiesen sind. Im Rahmen der Ansiedlung des Baugeländes ist die Erweiterung der Roßpassage eingebettet. Mit der bereits erfolgten Änderung des Bebauungsplanes 6 (die MZ berichtete) grenzt jetzt das Gebiet im Westen an die Werkhallen, im Süden mit dem neu geplanten Wohngebiet an die Mühlenstraße, im Osten entlang des Verbindungsweges von der Mühlenstraße in Richtung Hallesche Straße und im Norden direkt an die Hallesche Straße. Die Erweiterung und der Ausbau der Roßpassage soll auf voller Breite zwischen 35 bis 40 Meter nach hinten raus erfolgen. Rolf Otte vom gleichnamigen Architekturbüro Sangerhausen ist mit der Projektplanung beauftragt.

Otte schätzte ein, dass mit der baulichen Umsetzung im Frühjahr begonnen werden könne.