Pokal bleibt bei den Jubilaren

Roßlaer Feuerwehr feierte gleich doppelt - Sonderpreis für Kampfgeist

Roßla/MZ/sro. Der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Roßla stand diesmal ganz im Zeichen von zwei Jubiläen. Zum einen beging die Feuerwehr ihr 145-jähriges Bestehen, zum anderen das 50-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr. Mit Schauvorführungen und dem Ausscheid der Jugendfeuerwehren "Kleiner Löschangriff", gab es auch einen praktischen Einblick in die Arbeit der jungen freiwilligen Helfer.

Insgesamt elf Jugendfeuerwehrmannschaften aus Roßla, Bösenrode, Rosperwenda, der Partnerwehr Gronau / Leine, Breitungen, Mittelhausen und Blankenheim, zeigten Schnelligkeit und Geschick beim Umgang mit den Schläuchen, Kupplungen und Strahlrohren. Schön war es natürlich, dass der Siegerpokal in Roßla blieb. Aber auch die Mannschaft Blankenheim I hatte sich den Beifall des Publikums und der Teilnehmer verdient. Die Mitglieder hatten trotz eines verknoteten Schlauches mit gemeinsamen Kräften den Ausscheid abgeschlossen. Für diesen besonderen Kampfgeist erhielt die Mannschaft einen Sonderpreis.

Die Demonstrationen zum Löschen eines Fettbrandes und die Möglichkeit, selbst mal das Löschen eines Feuers mit einem Feuerlöscher zu üben, waren nicht nur lehrreiches Programm, sondern auch Werbung für die Roßlaer Wehr. Schließlich können die derzeit 65 Mitglieder der aktiven Wehr, der Alters- und Ehrenabteilung sowie die 18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr immer Nachwuchs gebrauchen. Wie Wehrleiter Frank Reinhardt sagte, "hatte die Roßlaer Wehr in diesem Jahr bereits 30 Einsätze".

 

 
Der Tag der offenen Tür der Feuerwehr Roßla stand ganz im Zeichen des 145-jährigen Bestehens der Wehr und 50 Jahre Jugendfeuerwehr. Im Nachmittagsprogramm wurde u.a. gezeigt, wie ein Fettbrand nicht gelöscht werden sollte. (MZ-Foto: St. Rohland)

 

Jüngstes Mitglied der Jugendfeuerwehr ist im Moment der siebenjährige Tim Hering. Wie Jugendwart Jens Gebelein sagte, ist er bereits seit zwei Jahren dabei. Feuerwehr ist nicht nur etwas für Jungs: Die 12-jährige Patricia Seidel behauptet seit zwei Jahren neben ihren Brüdern, Maximilian (10) und Patrick Seidel (15), ihren Platz in der Jugendwehr. In Sachen Verpflegung konnte sich die Roßlaer Wehrleitung wieder auf ihren Kochzug unter Leitung von Jens Gebelein verlassen, der für die Feuerwehrleute und Besucher ein leckeres Mittagessen kochte. Die Frauen der Alters- und Ehrenabteilung boten am Nachmittag ein umfangreiches Kuchenbüfett mit 15 Kuchensorten, bei dem alle Gäste gern zugriffen.     (MZ vom 7.09.08)